
(Sir Edwin Landseer: The Travelled Monkey)
Es war eine große Schaar dieser ungeschwänzten, langarmigen, braunen Fremdlinge zu Windhausen und der „weltentwichene Feldherr” hatte ihnen sein ganzes Gebiet zur unbehinderten Verfügung gestellt. Sie liefen frei umher, stifteten Ehen unter einander und die Aeltesten sahen bald trotz des ungewohnten Klimas einen hoffnungsvollen Kreis gesunder Söhne, Tochter und Enkel um sich versammelt. Diese Thatsache ward jedoch von der menschlichen Bevölkerung des Gutes, dem General ausgenommen, mit Mißmuth und Unbehaglichkeit wahrgenommen, denn es verging fast kein Tag, wo nicht Dieser oder Jener Ursache hatte, sich über die Affen zu beschweren.

Man sah sie als eine Art Landplage an und es bedurfte der ganzen Stärke der Liebe, Dankbarkeit und Anhänglichkeit, welche die Leute für den alten Herrn fühlten, um ihre Nachsicht gegen diese Laune desselben nicht zu ermüden. Die ungezogenen Afrikaner stifteten nichts als Unheil; sie verunreinigten die Stuben, zertrümmerten Teller und Tassen, ruinirten die Gärten, führten, oft zu ihrem größten Nachtheil, Krieg mit den Bienenstöcken und rissen das Obst von den Bäumen, um es zu kosten und, einmal angebissen, fallen zu lassen oder den Vorübergehenden an die Köpfe zu werfen. Wen sein Weg durch das Wäldchen führte, der kam nicht unbelästigt davon; sie hingen sich dem Einen an die Kleider, oder erschreckten den Andern, indem sie plötzlich seinen Weg durchkreuzten. Und das Alles fand der gute General ungemein spaßhaft. Vorzüglich aber zeichneten sich zwei große Affen, Tommy und Troll durch Verschlagenheit und Hang zu tollen Streichen aus.

(Gabriel von Max)
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Schlagwörter: Dark History, Strange Images
Dieser Artikel wurde am Juni 17, 2012 um 5:28 nachmittags veröffentlicht und ist unter Comment, Images abgelegt. Du kannst den Antworten zu diesem Eintrag mit Hilfe des RSS-2.0-Feeds folgen.
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Karl Lyncker: Der Herr von Schlieffen und seine Affen (4)
(Sir Edwin Landseer: The Travelled Monkey)
Es war eine große Schaar dieser ungeschwänzten, langarmigen, braunen Fremdlinge zu Windhausen und der „weltentwichene Feldherr” hatte ihnen sein ganzes Gebiet zur unbehinderten Verfügung gestellt. Sie liefen frei umher, stifteten Ehen unter einander und die Aeltesten sahen bald trotz des ungewohnten Klimas einen hoffnungsvollen Kreis gesunder Söhne, Tochter und Enkel um sich versammelt. Diese Thatsache ward jedoch von der menschlichen Bevölkerung des Gutes, dem General ausgenommen, mit Mißmuth und Unbehaglichkeit wahrgenommen, denn es verging fast kein Tag, wo nicht Dieser oder Jener Ursache hatte, sich über die Affen zu beschweren.
Man sah sie als eine Art Landplage an und es bedurfte der ganzen Stärke der Liebe, Dankbarkeit und Anhänglichkeit, welche die Leute für den alten Herrn fühlten, um ihre Nachsicht gegen diese Laune desselben nicht zu ermüden. Die ungezogenen Afrikaner stifteten nichts als Unheil; sie verunreinigten die Stuben, zertrümmerten Teller und Tassen, ruinirten die Gärten, führten, oft zu ihrem größten Nachtheil, Krieg mit den Bienenstöcken und rissen das Obst von den Bäumen, um es zu kosten und, einmal angebissen, fallen zu lassen oder den Vorübergehenden an die Köpfe zu werfen. Wen sein Weg durch das Wäldchen führte, der kam nicht unbelästigt davon; sie hingen sich dem Einen an die Kleider, oder erschreckten den Andern, indem sie plötzlich seinen Weg durchkreuzten. Und das Alles fand der gute General ungemein spaßhaft. Vorzüglich aber zeichneten sich zwei große Affen, Tommy und Troll durch Verschlagenheit und Hang zu tollen Streichen aus.
(Gabriel von Max)
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Dieser Artikel wurde am Juni 17, 2012 um 5:28 nachmittags veröffentlicht und ist unter Comment, Images abgelegt. Du kannst den Antworten zu diesem Eintrag mit Hilfe des RSS-2.0-Feeds folgen. Du kannst eine Antwort schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Seite schicken.