Richard Euringer: Rumpelbumm

 

Rumpelbumm . . . Rumpelbumm . . .
Der Tod stolziert im Land herum.

Der Küster schreit: „Frau Margaret,
Herr Gott, wer da spazieren geht!“

Die Kinder fangen heulen an.
Hat ihnen jemand was getan?


„Annemarie! schau, Lehrers Haus,
Was kommt da für ein Kerl heraus!“


Die Hunde jaulen, es fällt ein Rind,
Frau Lisbeth kriegt ein totes Kind.

Der Pfarrer vergißt auf die Motette;
Der Müller ist erstickt im Bette.

Was ist das plötzlich für Gesumm? . . .
Im Glockenturme geht es um.

Die Glocken wollen läuten.
Was hat das zu bedeuten!?

„Lauf Plazidus, lauf Knall und Fall,
Beim Schulzen brennt der ganze Stall!“

Da tragen sie den jungen Dick.
Der stieg auf eine Leiter


Zu seinem Schatz
Und brach sich das Genick.

„Komm, Mutter, geht doch weiter.
Am Friedhof sitzt die schwarze Katz!“

„Herr Jesus Christ, Frau Sekretär,
Hängt da nicht wer am Mühlenwehr?“

Die Brücke bricht mit Ach und Krach,
Die Jungfer treibt im Mühlenbach.

Auf einmal schaut sich alles um:

Rumpelbumm . . . Rumpelbumm . . .
Der Tod stolziert im Land herum.

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